Drei Frauen lächeln nebeneinander in einem Reisfeld stehend in die Kamera und halten Reispflanzen in den Händen.

Das Recht auf Nahrung muss verteidigt werden

Globale Krisen bestimmen auch in Deutschland die gesellschaftlichen Diskurse. Zeit, mehr politisches Handeln gegen den Hunger zu fordern

Wir leben in einer Welt, die gemeinsam vor großen Herausforderungen steht. Es ist gut, dass auch in deutschen Wohnzimmern verstärkt über globale Krisen diskutiert wird. Diesen Moment wollen wir nutzen und zu mehr politischem Handeln gegen den Hunger aufrufen – denn Nahrung ist ein Menschenrecht!

Und die Zeit drängt: Es bleiben nur noch sechs Jahre, um die Agenda 2030 zu erreichen. Bis dahin hat sich die Weltgemeinschaft mit den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) vorgenommen, die extreme Armut und den Hunger in der Welt zu beenden. Auch Deutschland als zweitgrößter bilateraler Geber für humanitärer Hilfe sowie Entwicklungszusammenarbeit hat sich verpflichtet, diese Ziele umzusetzen. Die geplanten enormen Haushaltskürzungen in diesen Bereichen stellen die Realisierung des Rechts auf Nahrung allerdings infrage und kosten im Zweifel Menschenleben.

Aktuelle Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit eines stärkeren politischen Handelns: Vergangenes Jahr litten 733 Millionen Menschen weltweit an Hunger. Das ist jede elfte Person; in Afrika hungert sogar jede*r Fünfte. Auch der Zugang zu gesunder Ernährung ist im dritten Jahr in Folge unverändert: 2,8 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu angemessener Ernährung.

Damit die Beendigung der Hungerkrisen und die sechs globalen Ernährungsziele bis 2030 realisiert werden, braucht es mehr Finanzierung, Koordination und Transparenz. Unsere Forderungen an deutsche Entscheidungsträger*innen fokussieren sich auf die größten Treiber von Hunger und Mangelernährung: bewaffnete Konflikte, Klimawandelfolgen und soziale Ungleichheiten.

Unsere Forderungen

Im Jahr 2024 ist Hunger nicht mehr ein Symptom von fehlender Verfügbarkeit und Produktion von Nahrungsmitteln, sondern ein politisches Verteilungsproblem. Weltweit werden mehr als genug Kalorien produziert – trotzdem sind insbesondere Frauen, Kinder, Arme und andere marginalisierte Gruppen überproportional von Hunger und Mangelernährung betroffen.

Dabei ist der Zugang zu angemessener Nahrung ein Menschenrecht. Die Weltgemeinschaft, und somit auch Deutschland, stehen völkerrechtlich in der Pflicht, die notwendigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Als großer Industrie- und ehemaliger Kolonialstaat kommt der Bundesregierung zudem eine erhebliche historische Verantwortung zu, um in der Vergangenheit verursachte und geprägte Ungleichheiten abzubauen.

Alle Empfehlungen sind in unserem Papier weiter ausgeführt: "Wir fordern von der Politik mehr Aktion gegen den Hunger weltweit – Es ist Ihre Wahl, das Recht auf Nahrung zu verteidigen".

21. FEBRUAR 2025
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