Frau und Kind in Afghanistan vor einer kargen Landschaft.

AFGHANISTAN

WIE WIR HELFEN
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
Psychosoziale Hilfe Psychosoziale Hilfe
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  1995

Mitarbeiter*innen:  371

Bevölkerung:  35,53 Mio.

Erreichte Menschen 2017:  191.030

Unterernährungsrate:   30,3%

Bombenanschläge, Selbstmordattentate, Sprengsätze und die ständige Angst vor dem Tod: Das ist immer noch Alltag für viele Menschen in Afghanistan. Seit 40 Jahren hat der grausame Terror das Land fest im Griff. Über 8.000 Zivilistinnen und Zivilisten wurden 2018 in Afghanistan getötet oder verletzt – ein trauriger Höchststand. Etwa 6,3 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die unschuldige Zivilbevölkerung trägt die Hauptlast des anhaltenden Konfliktes.

Wie ist die Situation in Afghanistan?

Die humanitäre Lage in dem vom Konflikt gebeutelten Land ist nach wie vor angespannt. Die Regierung ist nur eingeschränkt handlungsfähig. Eine staatliche Infrastruktur ist nicht ausreichend existent und insbesondere die Menschen in den Konfliktgebieten sind chronisch unterversorgt. Seit die internationale Gemeinschaft 2014 zahlreiche humanitäre Hilfs- und Sicherheitsprojekte zurückzog, verschlechterte sich die Sicherheitslage zusehends. Tausende Menschen werden jährlich Opfer von Kämpfen und Anschlägen. Allein in Kabul starben im vergangenen Jahr über 1.800 Frauen, Kinder und Männer. Zu den ohnehin schon großen humanitären Herausforderungen, musste Afghanistan jüngst einen Flüchtlingszustrom von 110.000 Menschen bewältigen, die vor den Kämpfen im benachbarten Pakistan geflohen waren.

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen in Afghanistan?

Trotz langjähriger internationaler Unterstützung kann die afghanische Regierung die humanitäre Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen. Armut und Hunger sind unter der Bevölkerung weit verbreitet. Die Zahl der mangelernährten Kinder unter fünf Jahren liegt im sechsstelligen Bereich. Die Hälfte der Menschen hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und ausreichend sanitärer Versorgung. Auch die medizinische Infrastruktur ist unzureichend. Mit über 110 Todesfällen bei 1.000 Geburten ist Afghanistan das Land mit der höchsten Kindersterblichkeit weltweit.
Viele Kinder können aufgrund der Sicherheitslage keine Schule besuchen. Nur zehn Prozent der Menschen können lesen und schreiben. Zudem müssen knapp ein Drittel der Mädchen und Jungen zwischen fünf und 14 Jahren Kinderarbeit verrichten.

Wie hilft Aktion gegen den Hunger in Afghanistan?

Seit mehr als zwei Jahrzehnten leistet Aktion gegen den Hunger in Afghanistan lebensrettende Hilfe. In den Regionen Kabul, Ghor und Helmand behandeln wir akut mangelernährte Kinder, unterstützen Gesundheitszentren in Flüchtlingslagern und kümmern uns um Wasserversorgung und Ernährungssicherung:

  • In Ghor haben unsere Teams Gemeinden und Gesundheitszentren unterstützt, um der hohen Mütter- und Kindersterblichkeitsrate entgegenzuwirken.
  • Wir diagnostizieren und behandeln akute Mangelernährung bei Kindern.
  • Wir verbessern die Wasser- und Sanitärversorgung, um dem Ausbruch von Krankheiten vorzubeugen.
  • Wir stärken maßgeblich die Lebensgrundlagen der Menschen durch Nahrungsmittelsicherungsprogramme.
  • Wir helfen traumatisierten Menschen durch psychosoziale Betreuung.

In diesen Bereichen haben wir geholfen:

25. APRIL 2019
NEWSLETTER ABONNIEREN

Abonnieren Sie jetzt unseren E-Mail-Newsletter und erhalten regelmäßig und kostenlos Informationen aus erster Hand!

JETZT NEWSLETTER ABONNIEREN

Abonnieren Sie jetzt unseren E-Mail-Newsletter und erhalten regelmäßig Informationen aus erster Hand!