Hungerkrise in Ostafrika

Die Situation im Osten Afrikas ist dramatisch und spitzt sich jeden Tag weiter zu. Derzeit steuert die Region auf die größte humanitäre Katastrophe seit Gründung der Vereinten Nationen vor über 70 Jahren zu: Rund 20 Millionen Menschen sind von einer Hungersnot bedroht. Ohne sofortige Hilfe könnten schon bald mehr als eine Million Säuglinge, Kleinkinder und Heranwachsende an Mangelernährung sterben.

Extreme Trockenheit und gewaltsame Konflikte zwingen viele Menschen zur Flucht. Dies verschärft die Situation zusätzlich. Betroffen sind insbesondere die Länder Nigeria, der Südsudan, Somalia sowie der Jemen am Horn von Afrika.

Aktion gegen den Hunger ist in allen von der Hungerkrise betroffenen Ländern im Einsatz. Unterstützen auch Sie unsere lebensrettende Arbeit.

Südsudan

Allein im Südsudan benötigen mehr als 4,9 Millionen Menschen, etwa die Hälfte der Bevölkerung, dringend Nahrungsmittelhilfe. Der Bundesstaat Unity im Süden des Landes befindet sich bereits offiziell in einer Hungersnot. Etwa 100.000 Menschen leiden hier heute unter einer lebensbedrohlichen Hungersnot. Jeden Tag sterben hier Kinder an Mangelernährung.

Jemen

Die seit zwei Jahren anhaltenden bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Huthi-Rebellen und der von Saudi-Arabien geführten Koalition im Jemen hat drastische Folgen für die Bevölkerung: 17 Millionen Menschen haben keinen gesicherten Zugang zu Lebensmitteln. Betroffen sind inzwischen 60 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner.

Nigeria

Im Nordosten Nigerias verbreitet die Terrorgruppe Boko Haram seit mehr als zwei Jahren Angst und Schrecken. Die anhaltende Gewalt und die wirtschaftliche Rezession führten zu flächendeckenden Vertreibungen und einer verheerenden humanitären Lage. Tausende Menschen mussten ihre Heimat verlassen und befinden sich in existenzieller Not. Schätzungen zufolge sind eine halbe Million Kinder stark mangelernährt. 4,4 Millionen Menschen sind von der Hungersnot bedroht.

Somalia

Somalia steht kurz vor einer Hungersnot. Extreme Trockenheit und die langanhaltenden Auseinandersetzungen bewaffneter Gruppen haben dazu geführt, dass die Nahrungsmittelsituation im Land besorgniserregend ist. Drei Millionen Menschen, das entspricht einem Viertel der somalischen Bevölkerung, befinden sich in einer ernsten Nahrungsmittelkrise. Mangelernährung ist besonders bei Kindern weit verbreitet. Die Hälfte der Bevölkerung, etwa 6,2 Millionen Menschen, benötigt humanitäre Hilfe.

Unsere Notfallteams sind in allen vier Ländern im Einsatz, um mangelernährte Kinder zu behandeln und lebensnotwendige Nahrungsmittel und Trinkwasser bereitzustellen. Mit Ihrer Spende können unsere Notfallteams noch mehr Leben retten.

Foto: Guy Calaf

20. JULI 2017
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