Frau holt Wasser an Wasserstelle im Libanon

Wassermangel in libanesischen Flüchtlingscamps

Viele syrische Flüchtlingsfamilien haben in der Bekaa-Ebene im Libanon Zuflucht gefunden. Hier ist es vergleichsweise sicher, Wasser ist jedoch ein sehr knappes Gut. Die Menschen haben pro Tag weniger Wasser zur Verfügung, als zum Überleben nötig ist. „Wir mussten die tägliche Wasserration, die jedem zur Verfügung steht, um mehr als 20 Liter kürzen“, sagt Edgar Barata, Koordinator für Wasser, Sanitär und Hygiene bei Aktion gegen Hunger im Libanon.

Nur zwei Eimer Wasser am Tag

An Brunnen und Wasserstellen gibt es pro Person nur noch zwei Fünf-Liter-Eimer Wasser am Tag. „Das liegt weit unter den Mindeststandards", so Barata. Wichtige Hygienemaßnahmen sind nicht mehr möglich: „Die Wassermenge reicht nicht mal aus, um sich nach der Benutzung der Toilette die Hände zu waschen.“

Krankheiten durch unsauberes Wasser

Wer es sich leisten kann, kauft sich zusätzliches Wasser. Allzu oft ist dieses aber verunreinigt. Krankheiten sind die Folge. „Alle Menschen haben das Recht auf sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen. Deswegen legen wir unser Hauptaugenmerk aktuell auf die Versorgung mit Trinkwasser und Hygienemaßnahmen."

Über 5.000 provisorische Siedlungen

Die Bekaa-Ebene befindet sich im Osten des Libanon, zehn Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Aktuell gibt es dort über 5.000 informelle Siedlungen. 7.500 Menschen leben dort seit Mai ohne Wasserversorgung oder sanitäre Einrichtungen. Das Risiko für den Ausbruch von Krankheiten ist entsprechend hoch.

Relativ zur Bevölkerungszahl beherbergt der Libanon die meisten Flüchtlinge weltweit. Seit 2011 ist die Einwohnerzahl um 25 Prozent gestiegen. Der größte Teil der Geflüchteten kommt aus dem benachbarten Bürgerkriegsland Syrien. Mehr als ein Drittel lebt in provisorischen Siedlungen und ist auf Hilfe von außen angewiesen.

So helfen wir im Libanon

Aktion gegen den Hunger ist seit 2006 im Libanon aktiv. Fast 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um die Versorgung mit Nahrung und Wasser und die Umsetzung von Hygienemaßnahmen. Damit konnten unsere Teams 2017 rund 250.000 Menschen helfen.

Wasserverbrauch in Deutschland

In Europa ist der Wasserverbrauch in den letzten hundert Jahren immer weiter gestiegen – von durchschnittlich 20 Litern auf etwa 140 Liter pro Person am Tag. In Deutschland liegt er bei 120 Litern pro Kopf. Das entspricht 24 Eimern mit fünf Liter Fassungsvermögen.

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